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Kreishandwerkerschaft Pforzheim


    

Wichtige Informationen
 
Nachfolgend finden Sie wichtige Informationen zu wichtigen Themen
 
BFH-Urteil: Mehrwertsteuer-Irrsinn
24. Februar 2012
 
Was ist die Hauptsache am Handwerk - die handwerkliche Arbeit oder der Service drum herum? Nach Ansicht der obersten Finanzrichter kommt es auf den Service an. Die steuerlichen Folgen müssten die Fleischer und Bäcker ausbaden - und natürlich deren Kunden!

Es geht um ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH). Das lässt sich in ein paar einfachen Sätzen zusammenfassen: Außer-Haus-Lieferdienste dürfen nur noch Standardspeisen mit 7 Prozent Mehrwertsteuer in Rechnung stellen. Für alles andere - also für besondere Zubereitungen, Beratung oder den Verleih von Geschirr - werden 19 Prozent fällig. Betroffen davon sind nicht nur Pizzabringdienste, sondern auch Fleischer und Bäcker, die ihren Kunden Catering anbieten.

Ein Beispiel: Ein Kunde will 100 Liter Gulaschsuppe, macht X Euro plus 7 Prozent. Der Kunde will sich noch ein paar Teller ausleihen? Dann zahlt er nicht nur für die Teller extra, sondern plötzlich kostet auch die Suppe mehr: X Euro plus 19 Prozent.

Abgehobenes Finanzrecht trifft auf handwerklichen Alltag
Also: Standardspeisen zu 7 Prozent, alles, was darüber hinausgeht zu 19 Prozent. Klingt doch ganz einfach, oder?

Ist es aber nicht! Fleischermeister Richard Nier aus Bad Salzuflen hat das Urteil schon ein 20, 30 mal gelesen und ist ziemlich wütend: "Wenn ich einem Kunden ein Angebot mache und er danach fragt, ob ich ihm auch Teller und Tische leihen kann, dann kostet plötzlich das ganze Essen mehr. Wie soll ich das erklären?"

Damit nicht genug: Im Urteil ist von Standardspeisen zu 7 Prozent die Rede, aber "niemand kann mir sagen, was eine Standardspeise ist. Ist eine Gulaschsuppe noch Standard, wenn der Kunde wünscht, dass ich sie für ihn extra schön scharf würze?"

Dabei hat Richard Nier dieses Urteil selbst herbeigeführt – weil er es nicht einsehen wollte, dass plötzlich ein paar verliehene Teller und Tische wichtiger sein sollen als seine handwerkliche Leistung.

Quelle: handwerk.com

So wird Zahnersatz bezahlbar
17. Februar 2012
 
Seit dem 1. Januar 2012 ist der Gang zum Zahnarzt teurer geworden. Und zwar auch für gesetzlich Krankenversicherte. Der Grund: Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) wurde nach mehr als 20 Jahren reformiert. Die GOZ regelt die Vergütung von zahnärztlichen Leistungen für Privatpatienten. Hierzu zählen auch Kassenpatienten, die Leistungen außerhalb des Leistungskataloges der sogenannten Regelversorgung in Anspruch nehmen. Und das ist in der Praxis fast immer der Fall.

Fest steht: Die Eigenanteile für Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen werden teurer. Und der gesetzlich Versicherte muss diese Belastungen in voller Höhe selbst zahlen. Nach größeren Zahnersatzmaßnahmen mit einer besseren Versorgung kommen da schnell mehrere tausend Euro zusammen. Mittlerweile werden sogar Kredite zur Finanzierung von Zahnersatz angeboten. Diese kann sich der Patient mit einer privaten Krankenzusatzversicherung sparen, denn sie schützt ihn vor den deutlich höheren Belastungen. Voraussetzung: Er schließt seine Zahnzusatzversicherung frühzeitig ab.

Die SIGNAL Krankenversicherung a. G. hält hier eine Reihe von Lösungen bereit – auch ohne Gesundheitprüfung. Diese richten sich flexibel an den Bedürfnissen des Kunden aus. Aktuell wurde die SIGNAL Krankenversicherung in einer Studie zum Thema Krankenzusatzversicherungen im Auftrag von n-tv Testsieger im Bereich Zahnersatz.

Informieren Sie sich der Homepage www.signal-iduna.de oder telefonisch unter 040-4124-4943.

Internet + Social Media
16. Februar 2012
 
"Hätten wir mehr Platz gehabt, hätten wir auch noch mehr Anmeldungen angenommen", so KH-Geschäftsführer Mathias Morlock. Der Vortrag "Internet + Soziale Netzwerke - Fluch oder Segen" stieß bei den Innungsmitgliedsbetrieben auf großes Interesse. Mit rund 70 Teilnehmern war der Vortragsraum des ebz voll belegt. Referent Frank Kübler vom gleichnamigen Medienhaus (internet + media) in Pforzheim informierte die Handwerker über Sinn und Un(Blöd-)sinn von Internet und den neuen sog. Sozialen Netzwerken, allen voran Facebook. Unterstützung erhielt er dabei vom Medienrechtler Andreas Lingenfelser von der Rechtsanwaltskanzlei LSH aus Pforzheim. Der rund 2stündige Vortrag zeigte gute wie auch schlechte Beispiele betrieblicher Internetauftritte. Kübler gab zahlreiche Tipps und Hinweise, auf was man bei einer eigenen Internetpräsenz alles achten sollte und was man unbedingt vermeiden muss, wenn man sich in den sozialen Netzwerken bewegt.
Als gelungenes Beispiel einer optimalen Internetpräsentation diente auch die seit kurzem mit Facebook verknüpfte Homepage der lokalen Kreishandwerkerschaft, die in dieser Art und Weise wohl einmalig in Deutschland sein dürfte.

DQR: Meister und Bachelor sind gleichwertig
13. Februar 2012
 
Kultusministerkonferenz, Wirtschaft und Gewerkschaften haben sich über die Zuordnung der beruflichen Abschlüsse im Deutschen Qualifikationsrahmen geeinigt. Aus Sicht des Handwerks ist das Ergebnis zufriedenstellend: Handwerksmeister und Bachelor befinden sich gleichwertig auf Stufe sechs.

Der Deutsche Qualifikationsrahmen soll für mehr Transparenz im Bildungssystem sorgen und die unterschiedlichen Abschlüsse bundesweit vergleichbar machen. Nachdem lange mit harten Bandagen gekämpft wurde, haben sich Kultusministerkonferenz, Wirtschaft und Gewerkschaften nun auf eine Zuordnung der beruflichen Abschlüsse geeinigt: Zweijährige Ausbildungsabschlüsse finden sich auf Stufe drei wieder, drei- und dreieinhalbjährige auf Stufe vier. Der Handwerksmeister liegt gleichauf mit dem Bachelor-Abschluss auf Stufe sechs. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks bewertet das Ergebnis positiv: "Das ist ein starkes Signal, dass tertiäre Bildungswege nicht nur über die Hochschule, sondern auch über die berufliche Bildung möglich sind", so Handwerkspräsident Kentzler.

Beim Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) ist man ebenfalls zufrieden, bedauert jedoch, dass keine Verständigung über die Zuordnung allgemeinbildender Schulabschlüsse stattfand: "Trotz des grundsätzlich guten Ergebnisses ist es bedauerlich, dass vorerst keine Vergleichbarkeit zwischen allgemeinbildenden Schulabschlüssen und Berufsabschlüssen erreicht wurde. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben", kommentiert Stefan Baron, Abteilungsleiter Bildungspolitik beim BWHT. Unbesetzt bleibt zunächst Stufe fünf, sie bietet Raum für die Eingruppierung beruflicher Weiterbildungen

Quelle: BWHT Mitglieder-Service

Spitzen des Handwerks bei Landrat Karl Röckinger
07. Februar 2012
 
Zu einem Treffen mit Landrat Karl Röckinger und den Dezernenten der Kreisverwaltung kamen die Spitzen der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft ins Landratsamt. Zentrales Thema des Gesprächs war die Stärkung des Wirtschaftsstandorts.

„Die Initiative zu diesem Treffen ging von der Kreishandwerkerschaft aus und ist bei uns sofort auf sehr viel Zustimmung gestoßen“, sagte der Kreischef. Denn man wisse im Landratsamt, dass das Handwerk ein wichtiger Aktivposten und starker Wirtschaftsfaktor sei. „Zudem schaffen die Handwerksbetriebe Arbeits- und vor allem Ausbildungsplätze und sichern damit den Standort.“ Auch deshalb habe man vereinbart, sich künftig mindestens einmal jährlich zum Spitzengespräch zu verabreden.

Die Handwerkskammer, die unter anderem durch deren Präsident Joachim Wohlfeil, Hauptgeschäftsführer Gerd Lutz und Außenstellenleiter Hans-Günter Engelsberger vertreten war, sieht die Wirtschaftsförderung in der Region derzeit gut aufgestellt. Besonders hervorzuheben sei dabei die Initiative „Stay“, an der sich der Enzkreis beteiligt: Damit sollen mehr Hochschulabsolventen als bisher in der Region gehalten werden – denn noch wandern mehr als 90% der jungen Fachkräfte nach dem Studium ab.

Großes Lob erhielt der Enzkreis von Mathias Morlock (Kreishandwerkerschaft) und Kreishandwerksmeister Rolf Nagel für seine beruflichen Schulen: Das Berufsschulzentrum in Mühlacker sei vorbildlich ausgestattet und auch bei der inhaltlichen Ausrichtung ein sehr guter Kooperationspartner. „Unsere Anstrengungen, in Mühlacker zwei berufliche Gymnasien zu etablieren, werden von den Handwerkern sehr positiv wahrgenommen“, ist sich Roland Hübner als zuständiger Dezernent sicher.

Weitere Themen des Gesprächs betrafen vor allem die Bereiche Planung und Infrastruktur. Unter anderem ging es um die Entsorgung von Abfall aus Gewerbebetrieben, Geothermie oder um das Parken von Handwerkern im Rahmen eines Notdienst-Einsatzes.

Quelle: Pressemeldung LRA Enzkreis

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