Seit Jahren hören wir die gleichen Versprechen – Entlastung, Bürokratieabbau, Stärkung des Mittelstands. Und was ist passiert? Nichts!!! Nichts, was bei uns im Alltag ankommt. Weder hier in Pforzheim noch im Enzkreis noch sonst wo. Wir im Handwerk sind doch keine Randnotiz. Sind wir uns eigentlich alle im Klaren, was passiert, wenn die Leistungsträger dieses Landes verschwinden? Wenn eben diese Leistungsträger sagen: Wir können oder wollen nicht mehr? Wenn Unternehmer aufgeben. Wenn Betriebe schließen. Wenn der Mittelstand, der dieses Land trägt, einfach nicht mehr kann. Dann geht es nicht nur um ein paar Firmen weniger. Dann geht es um Arbeitsplätze, Ausbildung, Innovation, Steuereinnahmen. Dann geht es um unseren gesellschaftlichen Wohlstand – und am Ende um die Stabilität unserer sozialen Marktwirtschaft. #wirziehenhierdenkarren Und trotzdem passiert genau das Gegenteil von dem, was nötig wäre: Versprochen wurde eine Stromsteuersenkung für alle – nichts ist passiert. Versprochen wurden niedrigere Unternehmenssteuern – aber genau die Betriebe, die über Einkommensteuer laufen, gehen leer aus. Versprochen wurde Entlastung bei Arbeitskosten – stattdessen neue Belastungen und – nennen wir es mal – „kreative Ideen“ auf dem Rücken der Arbeitgeber. Versprochen wurde eine Senkung der Lohnnebenkosten – tatsächlich kratzen wir inzwischen wo? Ja genau! Bei 43 % – da sind wir! Und währenddessen? Diskutieren wir ernsthaft darüber, Handwerkerleistungen jetzt auch noch steuerlich schlechterzustellen. Ein Geschenk an die Schwarzarbeit, in Zeiten von „Barbershops“ und allem. Ein Schlag ins Gesicht für ehrliche Betriebe, für das ehrliche und qualitative Handwerk. Gleichzeitig stehen unsere Kommunen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Investitionen brechen ein – bei Infrastruktur, Schulen, Digitalisierung. Genau dort, wo wir als Betriebe jeden Tag die Folgen spüren. Ja, mehr noch: Wir versuchen aus Eigenantrieb gegenzusteuern… WIR, die schlechtergestellten Leistungsträger! Mal ganz direkt gefragt: Ist der Bundespolitik eigentlich klar, wen sie hier gerade verliert? Diejenigen, die Verantwortung übernehmen. Diejenigen, die ausbilden. Diejenigen, die Fachkräfte von morgen sichern. Diejenigen, die Gewerbesteuer zahlen. Diejenigen, die mit ihrem Tun zur Marke „Made in Germany“ beitragen. Nicht die Lautesten. Sondern die, die jeden Morgen einfach machen. Ihr, liebe Damen und Herren Minister, Abgeordnete, Berater, Verwalter, Akademiker ohne Praxisbezug, ihr lieben Bundestagshocker: Wir brauchen keine neuen Ankündigungen mehr. Wir brauchen endlich Entscheidungen. Echte Reformen. Spürbare Entlastung – und zwar dort, wo gearbeitet wird.Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, einfach mal einen Tag im Handwerksalltag zu verbringen.Einfach mal reinschnuppern in die Realität. Sehen, erleben und spüren, was hier läuft. Vielleicht wird dann aus „Kreativität“ mal Realität.Wer das immer noch nicht verstanden hat, verkennt die Lage und verspielt Vertrauen, das sich nicht beliebig oft erneuern lässt. Es geht hier nicht um Stimmungsmache.Es geht auch nicht ums Polarisieren. Es geht langsam um Substanz!
Beratung und Service für das Handwerk
Es reicht. Wirklich. Während in Berlin diskutiert wird, stirbt das Handwerk leise.
- KH-Pforzheim News vom