Gleich mehrfach stand die Kreishandwerkerschaft in den letzten Tagen und Wochen in engem Kontakt mit der „großen“ Politik. Nach dem Besuch der baden-württembergischen Kultusminsterin Theresa Schopper im Haus des Handwerks, wo es vorwiegend um Fachkräftemangel, der beruflichen Orientierung an den Schulen sowie der Gleichstellung von akademischer und gewerblicher Ausbildung ging, standen in den letzten Tagen mit dem Besuch der Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD) an der Alfons-Kern-Gewerbeschule, dem 16. Politischen Saueressen im Bauzentrum sowie dem Besuch des Generalsekretärs der FDP, Bijan Djir-Sarai (bild links) zusammen mit dem lokalen Bundestagsabgeordneten Rainer Semet (rechts daneben) im Haus des Handwerks gleich drei Temine an, wo Vertreter der lokalen Kreishandwerkerschaft ihre Fragen, aber auch ihre Forderungen an die Abgeordneten aus Bund und Land vorbringen und mit diesen diskutieren konnten. „Wir verstehen dies als Chance und zugleich Wertschätzung uns gegenüber, wenn politische Vertreter jeglicher Coleur das Gespräch mit uns suchen und unsere Meinung zu aktuellen Themen wissen wollen“, so KH-Geschäftsführer Matthias Morlock. Dass dabei auch die Lokalpolitik nicht vergessen wird, zeigt die Tatsache, dass beim Politischen Saueressen stets auch die Vorsitzenden der Fraktionen aus Kreistag und Stadtrat vertreten sind. „Weil deren Themen beim diejährigen Politischen Saueressen etwas zu kurz gekommen sind, werden wir eigens hierfür im Herbst noch zu einer Lokalrunde einladen“. Hierbei wird es dann ausschließlich um Lokalpolitik gehen, mit dem Ziel, einen Ausbildungspakt zwischen der Stadt Pforzheim, dem Enzkreis sowie den lokalenBerufsschulen und der lokalen Kreishandwerkerschaft zu schmieden, der langfristig die gewerbliche Ausbildung in der Region sichert und diese quantitativ wie qualitativ auf ein höheres Level hebt. Dabei wird dann auch die berufliche Orientierung an den allgemeinbildenden Schulen eine wichtige Rolle spielen. „Wir müssen es endlich schaffen, alle Jugendliche zu einem Schulabschluss zu führen und ausbildungsreif zu machen – egal woher sie kommen“, so Morlock.