Pforzheim, 11. Februar 2026 – Die Vorstandssitzung der Zimmerer-Innung im Haus des Handwerks stand ganz im Zeichen zukunftsweisender Themen für das Handwerk. Neben organisatorischen Fragen wurden insbesondere Digitalisierung, Ausbildung und Fachkräftesicherung intensiv diskutiert.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der inhaltlichen Vorbereitung der kommenden Hauptversammlung. Dabei wurde die zunehmende Digitalisierung innerhalb der Innung hervorgehoben. Künftig sollen Berichte und Nachweise verstärkt digital geführt werden, um den bürokratischen Aufwand für die Mitgliedsbetriebe zu reduzieren. Zudem wurde angeregt, praxisnahe Informationsmaterialien – etwa in Form eines Whitepapers – bereitzustellen.
Auch die Gewinnung und Entwicklung von Fachkräften spielte eine wichtige Rolle. Die Vorstandsmitglieder diskutierten Impulse aus einem Vortrag zur Unternehmensführung, Personalgewinnung und Prozessoptimierung. In diesem Zusammenhang wurde die Idee eingebracht, externe Experten frühzeitig einzubinden, um Betriebe gezielt zu unterstützen. Ergänzend wurden konkrete Bedarfe aus den Mitgliedsbetrieben benannt, darunter Schulungen zu Social-Media-Marketing, der sinnvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie praxisgerechte Angebote im Bereich Brandschutz.
Ein weiterer Fokus lag auf der Ausbildungssituation. Die Rolle des Lehrlingswarts wurde als wichtige Schnittstelle zwischen Betrieben und Auszubildenden betont. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Umstellung auf digitale Berichtshefte noch nicht überall reibungslos verläuft. Einheitliche Lösungen und klare Zuständigkeiten bleiben hier ein zentrales Thema.
Positiv bewertet wurde der Ablauf der jüngsten Winterprüfung, die insgesamt gute Ergebnisse hervorbrachte. Gleichzeitig stehen Veränderungen im Prüfungssystem bevor, die künftig eine neue Struktur der Gesellenprüfung vorsehen.
Intensiv diskutiert wurde zudem die Zukunft des Berufsfachschuljahres. Während einige Betriebe die Vorteile eines frühen Einstiegs in die duale Ausbildung betonen, sehen andere weiterhin den Nutzen eines vorbereitenden Schuljahres für die persönliche Entwicklung der Auszubildenden. Als zentrale Herausforderung wurde die Organisation der überbetrieblichen Ausbildung identifiziert.
Aus der Kreishandwerkerschaft wurden aktuelle Entwicklungen zu Finanzen und Organisation vorgestellt. Geplant ist unter anderem die Einführung eines lohnbasierten Zuschlags zur stabilen Beitragsentwicklung. Gleichzeitig sollen durch verstärkte Digitalisierung Einsparpotenziale genutzt werden.
Abschließend wurde deutlich, dass sich die Zimmerer-Innung aktiv mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandersetzt. Themen wie Digitalisierung, Fachkräftesicherung und moderne Ausbildungsstrukturen stehen dabei im Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung.